Herbst, Vata Zeit des Jahres

Durch Verringern von Hindernissen
Im Geist und durch Abbau von Blockaden im Körper werden
Harmonische Kräfte des Körpers und
Der Gleichmut der Sinne gestärkt.

Patanjali, Yoga Sutra

Im Herbst gehen wir durch die Vata Zeit des Jahres. Die Eigenschaften der Vata Energie sind kalt, und trocken. Die Energie des Herbstes bringt mit den Element Luft Beweglichkeit, Flexibilität, Heiterkeit und Anmut. Vata Menschen sind Schmetterlingsnaturen. Ideenreich, feinfühlig gehen sie unbeschwert und heiter durchs Leben. Geistreiche Konversation, Musik und Tanz sind eine Wohltat für Vata Menschen. Die Ohren sind das Tor ihrer Wahrnehmung. Gerät Vata aus dem Gleichgewicht kommt es zu Nervosität, Schlaf- bzw. Verdauungsstörungen. Luft, das dominante Element dieser Energie verstärkt Vata. Die Elemente Feuer, Erde und Wasser gleichen Vata aus.

Chakrapflege im Herbst

Die Energie des Saturn wird dem Herz- und Scheitelchakra zugeordnet. Sie beeinflusst auf materieller Ebene Luftröhre, Stimmbänder, einen Teil der Lunge und den Herzmuskel. Das Herzchakra ist die energetische Brücke zwischen dem unteren und oberen energetischen Dreieck. Unter dem Einfluss der Vata-Energie verbindet das Herzchakra die beiden Energiepforten des Körpers das Wurzel- und das Scheitelchakra. Auf planetarer Ebene verbindet uns die Energie des Saturn mit der des Erdkerns und des Universums.

Der Herbst ist die Zeit uns durch Bewegung, bewusste Atmung und Meditation energetisch zu stärken um uns auf die lange sonnenarme Zeit des Jahres vorzubereiten. Die Energie von Saturn und Rahu hilft uns auf geistiger Ebene unsere Grenzen zu erkennen, Hindernisse zu überwinden und unseren Geist für mehr Realitätsbewusstsein zu öffnen.

Zeit des Rückblicks und der Meditation

Saturn ist gross und dünn. Er hat gelbe
Augen und ist luftig. Er hat grosse Zähne
und raues Haar. Er ist faul und lahm.

Maharishi Parashara

Der Herbst beginnt am 21. September. Wir gehen durch die Vata Zeit des Jahres, die von Saturn geprägt ist. Die vedische Astrologie und Yoga kennen Saturn als Sohn der Sonne, als Lenker des Sonnenwagens. Sein Sanskrit Namen Shani bedeutet “der sich langsam Bewegende” und steht für Kontraktion, Verlangsamung, Auflösung und Ende. Die raue, kalte, nüchterne Energie des Saturn nimmt Einfluss auf das Nervensystem und fördert den Alterungsprozess. Gleichzeitig öffnet sie das Tor zur Unendlichkeit und weist den Weg zu Spiritualität und einem langen Leben.


Begleitet wird Saturn von Rahu und Ketu, den nördlichen bzw. südlichen Mondknoten. Beide sind Schattenplaneten. Rahu als Schatten des Mondes hemmt und verdunkelt die Psyche. Seine
Energie steht für vorbehaltlose Expansion. Ketu als Schatten der
Sonne steht für selbstkritische Kontraktion. Seine Energie bedeckt den Blick auf uns Selbst. Beide Mondknoten schaffen Grenzen, Hindernisse und Rückschläge, die überwunden werden müssen bevor deren Energie nutzbar gemacht werden kann.

Allerheiligen, Allerseelen – Das Fest der Ahnen

Allerheiligen hat seine Wurzeln im antiken Christentum als Fest und Gedenktag für alle heilig gesprochenen Verstorbenen. Unter Papst Gregor IV. wurde Allerheiligen am 1. November zum offiziellen kirchlichen Festtag. Allerseelen geht auf das Benediktinerkloster Cluny zurück, wo seit dem 10. Jahrhundert am 2. Novembertag der Verstorbenen gedacht wird. Rückblickend leiten sich Feste zu Ehren der Ahnen vom keltischen Fest des Sommerendes Samhain ab. Nach alter
Tradition werden an beiden Festtagen Fenster und Gräber mit Lichter  geschmückt.

Vata harmonisierende Bewegung und Meditation

Der Herbst ist die beste Zeit des Jahres um uns durch Meditation von unseren Sorgen und Ängsten zu lösen und zu unserer inneren Mitte zu finden. Am Samstag tritt Saturn mit dem Element Luft in den Vordergrund. Jede Form meditativer Bewegung mit Musik oder in der freien Natur hamonisiert seine Energie. Am Morgen vor Sonnenaufgang oder am Abend im kühlen Licht
des Mondes verbeugen wir uns im Yoga vor dem inneren Sonnen- bzw. Mondlicht.
Herz- und Stirnchakra Die Energie des Saturns wird durch das Herzchakra reflektiert und durch das Mantra HLIM (Zusammenführung, Beenden) harmonisiert. Die Energien der Mondknoten Rahu und Ketu reflektieren in zwei Stirnchakren zwischen Nasenwurzel- und Scheitelchakra. Ihre Mantren sind
DHUM (Vorbereitung, Schutz) und HUM (Transformation, Loslassen).

Aromaset Herbst

Aromaprodukte für den Herbst spenden Feuchtigkeit, regenerieren und pflegen reife, rissige und trockene Haut. Auf geistiger Ebene wirken sie ausgleichend und nervenstärkend.

Toilette- und Peelingseife Salbei pflegt die Haut mit straffenden und regenerierenden Eigenschaften. Die mit Natron verseiften Öle der Seife sind Palmkern-, Lein-, Oliven- und Nachtkerzenöl, Cupuacu- und Olivenbutter, Salbei als wässriger Auszug mit der ätherischen Ölmischung Petit Grain, Cananga, Ho-Blätter, Lavendel vera und Vetiver.

Haar- und Körperseife Brahmi reinigt Haut und Kopfhaut mit antioxidativen, beruhigenden, angstlösenden Eigenschaften. Die mit Natron verseiften Öle der Seife sind Kokos-, Raps-, Hanf- und Rhizinusöl, Mango- und Hanfbutter, Brahmi als wässriger Auszug mit der ätherischen Ölmischung Petit Grain, Lavendel vera, Niaouli, Myrthe und Linaloeholz.

Pflegebalsam Herbst mit der ätherischen Ölmischung Bergamotte, Jasmin, Rhododendron, Rose damaszena, Patchouli in Holunderblütenhydrolat, Mangobutter, Jojoba und Moringaöl pflegt trockene, schuppende Haut. Anwendung für die Massage vor der Dusche, mit Wasser abspülen.

Badeöl Herbst mit der Vata ausgleichenden ätherischen Ölmischung Bergamotte, Ylang Ylang, Sandelholz, Vetiver in Jojoba und Mandelöl pflegt die Haut, desodoriert und beruhigt.
Anwendung 3 Verschlusskappen pro Bad, wöchentlich oder nach Bedarf.

Chakraöl Herbst mit Rose damaszena, Magnolienblüte, Weihrauch, Monarde und Jasmin in Jojoba wirkt harmonisierend auf das Herz- und die beiden Stirnchakren. Anwendungen bevorzugt für Massagen im Herz- und Schläfenbereich, an Füssen oder Händen.

Hydrolat Lavendel wirkt tonisierend, ausgleichend und regulativ auf die Talgdrüsen. Als Haarwasser verwendet wirkt es gegen fettige Kopfhaut und Haarschuppen.

Basenbad Herbst mit indischem Basilikum (Tulsi), Schüssler Salzen und Salz vom Toten Meer reinigt, entsäuert und pflegt. Bei empfindlicher, gereizter Haut wird das wöchentliche Basenbad im Wechsel mit Ölbäder empfohlen. Anwendung 3 Esslöffel für das Vollbad.

Aromaset Vata

Aromaprodukte Vata wirken antioxidativ und dem vorzeitigen Alterungsprozess entgegen. Sie glätten und tonisieren die Haut. In der Vata Zeit des Jahres liegt der Fokus in der Aromapflege auf Ölanwendungen, die die Ausleitung von Giften und Schlacken fördern.

Aromabalsam Vata mit der ätherischen Ölmischung Speiklavendel, Monarde, Rosengeranie und Bergamotte in Geranienydrolat, Olivenbutter, Jojoba, Wildrosen- und Moringaöl pflegt und regneriert die reife und trockene Haut. Auf emotionaler Ebene wirkt der Balsam beruhigend und nervenstärkend. Anwendung für die Massage vor der Dusche, mit Wasser abspülen.

Aromamassageöl Vata mit der ätherischen Ölmischung Benzoe siam, Speiklavendel und Bergamotte in gereiftem Sesamöl deodoriert, entspannt und wirkt Stress entgegen.

Aromagesichtsöl Vata mit der ätherische Ölmischung Basilikum (Tulsi), Rosengeranie und Bergamotte in Argan- und Wildrosenöl tonisiert und glättet die sensible Gesichtshaut.

Aromafussöl Vata mit der ätherischen Ölmischung Weisstanne, Palmarosa, Patchouli in gereiftem Sesamöl deodoriert, erdet und wirkt Fusspilz entgegen.
Aromakopföl Vata mit der ätherischen Ölmischung Weihrauch, Monarde und Sandelholz in gereiftem Arganöl wirkt antioxidativ und entschlackend.

Aromamundöl Vata mit der ätherischen Ölmischung Myrthe, Lavendelsalbei und Teebaum in gereiftem Sesamöl eignet sich für regelmässiges ayurvedisches Ölziehen. Dabei wird 1 Esslöffel Öl mehrere Minuten durch die Zahnzwischenräume gezogen und danach ausgespuckt.

Eine meditative Vata-Zeit wünscht
Brigitte Lacher